GedichteDienstag: Neulich im Berliner Steakhouse …

Katha hat den Dienstag zum Dichten bestimmt.

Neben ihr tun sich da auch

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

als Gedichter hervor.

Ich war vor kurzem mit ein paar Freunden im Steakhouse essen. Und was soll ich sagen, die fleischgewordene Inspiration lag plötzlich vor uns. Auf Tellern und mit Grillstreifen. Und als dann plötzlich das Thema „Kobe-Rinder werden für bessere Fleischqualität massiert“ um sich griff, da brach sie sich dann Bahnen, die Phantasie.

Das konnte ich nicht unverdichtet an mir vor vorüberziehen lassen 🙂

Das Kobe-Rind wird oft massiert,
bevor man später es serviert.
Das freut das Rind doch reichlich,
so bleiben alle Muskeln weichlich.
Es profitieren von dem Knet-Gebahren
später auch die Konsumentenscharen.

Und das dann sogar zweierlei. Denn:

Wie witzig wäre es zu wissen,
dass der Gast beim sich-entspannen-müssen
nach vollzogenem Zerkauen
und als Hilfe beim Verdauen
auch auf die Hände der Masseuren
und deren Hände, die betören,
auch zurück er greifen kann
auf dass der Bauch sich dann entspann‘.

Wählen könnte man den Kneter
durch die Bilder, die dann später,
angebracht sind über’m Tresen
und zu zahl’n dafür? Nur Spesen!

Man wähl‘ ihn weise, seinen Täter,
seinen Bauch-Massage-Kneter.
Und so spar’n, da wett‘ ick druff,
die Hände den Verdauungssuff.
 

Na dann, ich mach jetzt erstmal Mittag. Und dann lasse ich mir auch den Ranzen massieren 🙂

René

17 Kommentare

    1. Und genau diese bildliche Vorstellung wurde irgendwann echt ein Selbstläufer im Restaurant. Denn wir fingen wirklich an uns vorzustellen wie das aussieht, wenn derselbe Typ, der vorher das Rind geknetet hat, gegen einen kleinen Obolus danach auf dich massieren kommt. Absurd genug, aber so schlösse sich der Kreis 😄

      Gefällt 1 Person

  1. Das erinnert mich als im Osten sozialisierten Menschen fatal an meinen ersten Besuch bei Eugen Block wenige Tage nach Grenzöffnung 1989. Ein Hamburger Kollege hatte mich DM-armen Ossi generös eingeladen, führte mich zu Block, hatte dort sogar einen Tisch reservieren lassen. Noch nie im Leben hatte ein Steak von den Dimensionen gegessen, wie sie auf den Nachbartischen herumstanden. Mir lief das Wasser hörbar im Mund zusammen und der Kollege schwärmte mir von der hohen Qualität des Block-House-SALATS vor. Meine zögerlichen Einwände doch lieber ein Steak …., wischte er weg, „ich wäre doch wohl auch für gesunde Ernährung. im Westen wräe das jedenfalls so“.
    So weiss ich bis heute nicht, wie ein „massiertes“ Block-House-Steak schmeckt. Es hat sich in 30 Jahren nie wieder so FAST ergeben.

    Gefällt 3 Personen

  2. Sehr launig hat endlich Einer mal das Thema Verdauung aufgegriffen. Das hat bisher das Leben einer total vernachlässigten Waisen in der Literatur gefristet. Und jetzt auch noch die Krönung durch die Bildergalerie, ich nehme an auch bald mit eigener Instagram und Facebook-Seite. „Ach, wie wohlig wird mir zu Mute!“ mag ich Dir da nur zurufen.

    Gefällt 2 Personen

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